Donnerstag, 1. November 2012

[Gedanken zwischendurch] Segel setzen, Kurs nehmen

Beim Literaturblättern zu Gustave Caillebotte. Ein Impressionist und die Fotografie begegnete mir 1876 anlässlich der zweiten Impressionisten-Ausstellung in Paris eine spannende Metapher aus der Feder Louis-Edmond Durantys:

"Et, maintenant, je souhaite bon vent à la flotte, pour qu’il la porte aux Îles-Fortunées ; j’invite les pilotes à être attentifs, résolus et patients. La navigation est périlleuse, et l’on aurait dû s’embarquer sur de plus grands, de plus solides navires ; quelques barques sont bien petites, bien étroites, et bonnes seulement pour de la peinture de cabotage. Songeons qu’il s’agit, au contraire, de peinture au long cours ![1] 

Und nun wünsche ich der Flotte guten Wind, der sie zu den Inseln der Glücklichen trägt; die Lotsen fordere ich auf, wachsam, entschlossen und geduldig zu sein. Die Kursbestimmung ist riskant, und man soll pflichtschuldig an Bord der größten, der solidesten Schiffe gehen; einige Boote sind recht klein, recht eng und nur für die Küstenschifffahrt geeignet. Bedenken wir, das es sich - im Gegenteil - um Malerei auf großer Fahrt handelt!

[1] Duranty, Louis-Edmond. La Nouvelle Peinture: à propos du groupe d'artistes qui expose dans les galeries Durand-Ruel. Paris: E. Dentu, 1876, S. 29. 

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