Samstag, 16. Februar 2013

[Gedanken zwischendurch] Sein und Nichtsein

"Als ich ihr, an einem traurigen Novembertag wars, klagte, wie trostlos es sei, daß Alles vergehen müsse, sagte die alte Frau nur: "Es sin viele, viele Jahr vergange, bis De uff die Erd komme bist, un Du konnst Dich da aach net beklaache, daß De noch net druff warst. Un nachher is es grad so. Un wie Viele komme iwwerhaupt net - sehn nie die Sonn', un der größte un berühmste Lebende steht viel klaaner und winziger noch als e Stecknadelsköppche zwische zwaa lange, unheimlich lange Stücker Schatte." - "

aus: Stern, Fried. "Fried" - Jugendjahre eines Frankfurter Malers. Frankfurt: Verlag des Frankfurter Kunstvereins, 1925, S. 121.

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